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Melanie Weber Melanie Weber

Die Selbstoptimierungsfalle

Es gibt viele Tools, die dir helfen sollen, dich selbst zu verbessern. Natürlich steht es dir frei, auch The Work auf diese Weise zu betrachten und zu nutzen. Du wirst, bei ehrlicher Überprüfung, aber wahrscheinlich früher oder später feststellen, dass der Gedanke, dass an dir selbst etwas zu optimieren wäre, auch ein Gedanke ist, der es wert ist geprüft zu werden.

Es gibt viele Tools, die dir helfen sollen, dich selbst zu verbessern. Natürlich steht es dir frei, auch The Work auf diese Weise zu betrachten und zu nutzen. Du wirst, bei ehrlicher Überprüfung, aber wahrscheinlich früher oder später feststellen, dass der Gedanke, dass an dir selbst etwas zu optimieren wäre, auch ein Gedanke ist, der es wert ist geprüft zu werden.

Ich sollte mich/ bzw. etwas an mir optimieren.

  1. Ist das wahr?

    Ja. Ich bin oft nicht 100% zufrieden damit, wie ich bin und finde immer etwas an mir auszusetzen, selbst wenn ich weiß, dass das nicht besonders zielführend ist, deshalb lautet meine Antwort Ja.

  2. Kannst du das mit absoluter Sicherheit wissen?

    Auch wenn hier als erstes ein lautes Ja auftauchen will, sitze ich etwas länger mit der Frage…Und nein, ich kann es nicht mit absoluter Sicherheit wissen, dass ich mich bzw. etwas an mir optimieren sollte. Nein.

  3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?

    Ich fühle mich angespannt, wie ein Sportler vor dem Startschuss. Ich bin angestrengt. Ich vergleiche mich mit anderen, die in meinen Augen optimaler sind. Die mit ihren Möglichkeiten “besser” umgehen als ich, die mehr aus sich machen als ich das tue. Ich fühle mich amerkanisch ,-) Eine “vom Tellerwäscher zum Millionär” Geschichte will auftauchen. Ich sehe mich “groß rauskommen” wenn ich “es” geschafft habe. Ich fange an, mich zu kritisieren und eine innere Liste mit vielen kleinen Details oder auch größeren Dingen zu führen, die an mir nicht in Ordnung sind. Ich kann nicht akzeptieren, wer und wie ich bin. Ich lehne mich ab. Bei flüchtiger Betrachtung könnte ich meinen inneren Zustand mit diesem Gedanken als “energetisch” bezeichnen, aber eigentlich ist er nur anstrengend und quälend.

  4. Wer bist du ohne den Gedanken?

    Ohne den Gedanken, ich sollte mich/ etwas an mir, optimieren, lande ich im Moment. Ich fühle mich in meinem Körper und mit ihm verbunden. Ich nehme wahr, dass ich diejenige bin, die sich selbst wahrnimmt. Ohne den Gedanken gibt es keinen Vergleich mit anderen und keinen Vergleich mit einer besseren Version von mir selbst. Ohne den Gedanken bin ich ok. Die Idee von Optimierung scheint absurd. Sie ist, ohne den Gedanken, eine Illusion.

Kehre den Gedanken um.

Ich sollte mich/ etwas an mir nicht optimieren.

  • Ohne den Gedanken gibt es nichts zu optimieren, warum also sollte ich das tun (wollen)?

  • Ich sollte mich nicht ablehnen, sondern mit mir selbst verbunden sein, das fühlt sich sehr viel friedlicher an, als etwas an mir optimieren zu wollen (Achtung! Hier könnte ein neuer Glaubenssatz versteckt sein.)

  • Ich sollte mich nicht optimieren, weil ich (bei anderen) das Unperfekte schätze. Ich mag nicht diese unnahbaren, glatt gebügelten Strahlemenschen, die auf mich immer etwas unecht wirken. Warum sollte ich das dann für mich selbst wollen?

Ich sollte mein Denken optimieren.

  • Oh ja! Das ist sehr wahr. Mein Denken sollte ich durch die Überprüfung mit The Work optimieren. Ihm helfen, die Realität zu akzeptieren und sich nicht in Geschichten von etwas “optimalerem” zu verlieren.

  • Ich sollte mein Denken optimieren, in dem ich ihm helfe, freundlicher mit mir selbst zu sein. Mich nicht zu verurteilen sondern mich darin zu unterstützen, meinen Weg zu gehen. In Verbundenheit mit mir selbst, nicht im Kampf mit mir.

  • Die Umkehrung “Ich sollte mein Denken optimieren” macht mir deutlich, dass es sich dabei um einen Prozess handelt, der gelebt werden will. So wie ein Sportler regelmäßig trainiert, um optimalere Leistungen bringen zu können, will mein Denken regelmäßig trainiert werden.

Ich sollte mich/etwas an mir verschlechtern.

  • Diese Umkehrung zeigt mir, dass es sich beim Optimum oder bei seinem Gegenteil, um sehr variable und dehnbare Bezeichnungen handelt. Wer sagt schon, was optimal oder schlechter als das ist? Ich sollte mich also verschlechtern, indem ich mich von meinem vorgestellten Ideal von mir verabschiede und Kontakt aufnehme zu der Person, die ich jetzt bin. Möglicherweise ist das in meinem Streben nach Perfektion eine Verschlechterung aber in der Realität viel friedlicher und liebevoller als das.

  • Vielleicht bin ich auch so mutig und prüfe diese Umkehrung. Prüfe, ob ich z. B. wenn ich in meinen Augen einen schlechten Tag habe, nicht gut aussehe (Bad Hair Day ,-)) oder mich schlecht angezogen fühle, trotzdem gesehen und gemocht werde. Denn mein Streben nach Perfektion ist nichts anderes als die Suche nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung.

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Melanie Weber Melanie Weber

Ich bin zu dick

Besonders um die Jahreswende herum werden die Spampostfächer geflutet mit Emails, in denen es ums Abnehmen geht. Die sozialen Netzwerke versorgen uns mit den passenden Bildern und Erfolgsgeschichten und der ein oder die andere wird beim Blick in den Spiegel traurig. Manch einer beginnt eine Diät “Dieses Mal klappt es!” , fängt ein neues Sportprogramm an oder kauft sich ein entsprechendes Fitnessgerät oder Outfit. Und zu allem Übel fängt dann auch noch im Februar die (wievielte?) Staffel von Germanys Next Topmodel an, in der wir weiter getriggert werden mit schönen, hauptsächlich sehr schlanken Menschen.

Auch mich befallen die dazu passenden Gedanken. “Ich bin zu dick. Ich sehe nicht schön aus. Mir passen keine schönen Sachen. Ich bin unsportlich. Es ist ungesund. Ich fühle mich nicht wohl mit/in mir selbst.”

Besonders um die Jahreswende herum werden die Spampostfächer geflutet mit Emails, in denen es ums Abnehmen geht. Die sozialen Netzwerke versorgen uns mit den passenden Bildern und Erfolgsgeschichten und der ein oder die andere wird beim Blick in den Spiegel traurig. Manch einer beginnt eine Diät “Dieses Mal klappt es!” , fängt ein neues Sportprogramm an oder kauft sich ein entsprechendes Fitnessgerät oder Outfit. Und zu allem Übel fängt dann auch noch im Februar die (wievielte?) Staffel von Germanys Next Topmodel an, in der wir weiter getriggert werden mit schönen, hauptsächlich sehr schlanken Menschen.

Auch mich befallen die dazu passenden Gedanken. “Ich bin zu dick. Ich sehe nicht schön aus. Mir passen keine schönen Sachen. Ich bin unsportlich. Es ist ungesund. Ich fühle mich nicht wohl mit/in mir selbst.”

Doch: Wo ist eigentlich genau das Problem?

Wo ist das Problem daran, dass ich zu dick bin? Was denke ich? Was bedeutet das genau? Und warum ist das ein Problem für mich?

Nach einigem Nachdenken und -spüren finde ich diese Bedeutung/Erklärung: Ich fühle mich nicht wohl.

Ich möchte mit den Fragen von The Work überprüfen, ob das stimmt. Ob es stimmt, dass ich mich nicht wohl fühle, weil ich zu dick bin. Begleite mich gerne bei dieser Überprüfung.

Denke daran, dass The Work eine Mediation, eine Betrachtung ist. Es geht nicht darum, den Satz mit dem Intellekt zu überprüfen. Geh in dich und warte, höre was auftaucht.

Überzeugung:

Ich fühle mich nicht wohl (weil ich zu dick bin, nicht schlank genug bin, unsportlich bin…)

  1. Ist das wahr? Ja

  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?

    Wenn ich etwas in der Frage sitze und sie auf mich wirken lasse, bemerke ich, dass ich es nicht genau wissen kann, woher mein “nicht wohl - Gefühl” kommt. Ich denke, es hängt mit meinem Gewicht oder meinen Körperformen zusammen, ich bin da aber nicht mehr so ganz sicher. Deshalb lautet meine Antwort auf die Frage: Nein.

  3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?

    Ich fühle mich schlecht, extrem traurig, depressiv. Ich kann mich nicht mehr wohlfühlen, egal was passiert oder auch nicht passiert. Meine Aufmerksamkeit ist komplett auf meinen Körper, auf seine Äußerlichkeiten gerichtet, trotzdem fühle mich mich von ihm getrennt. Ich kritisiere meinen Körper, mäkele an ihm herum, verurteile ihn. Bin unbarmherzig und scharf. Auf der anderen Seite fange ich an zu argumentieren in mir. Bringe gute Argumente dafür, wie wichtig es ist, dass ich mich so annehme wie ich bin, erinnere mich daran, dass ich das glaube und gut finde. Dann schießen weitere Argumente ein: wie wichtig es für meine Gesundheit ist abzunehmen, dünner zu sein. Ich erinnere mich daran, wie oft ich diese Gedanken schon hatte, wie viel ich ausprobiert habe und wie erfolglos ich langfristig damit war. Ich fühle mich als Sklave meines Körpers und verdamme gleichzeitig das Gesundheits- und Schönheitsideal unserer Gesellschaft. Ich richte den Blick auf einzelne Körperteile. Mein Bauch, meine Oberschenkel fühlen sich doppelt so dick an wie sonst. Ich kann meinem Spiegelbild nicht mehr glauben. Ich sehe nicht gerne in den Spiegel. Ich habe Angst auf die Waage zu steigen. Ich schäme mich, dass ich, eine erwachsene, kluge und lebenserfahrene Frau diesen Gedanken habe. Ich vernachlässige mich, ziehe mich nicht mehr schön an (weil ich den Gedanken glaube: “es passt eh nichts richtig”), ich schminke mich nicht.

    Dann kommen Gedanken hinzu wie: Jetzt wo Corona ist und Lockdown wird alles eh noch schlimmer. Ich bewege mich nicht genug, ich kann nicht, darf ja auch gar nicht. Mir fehlt die Bewegung, die ich sonst auf der Arbeit bekomme. Ich sitze nur zuhause und esse.

    Ich denke über Strategien nach, wie ich dem Zustand entkommen könnte. Andere Kleidung, die mich besser aussehen lässt, Sportprogramme. Nur noch bewusst essen. Ich esse in meiner Vorstellung bereits meine nächste Mahlzeit. Besser als je, weniger ohnehin, schöner angerichtet. Ich sehe mich bewusst essen, genussvoll, stilvoll. Ich setze mich innerlich unter Druck, um es genau so zu erreichen, wie es meiner Vorstellung entspricht.

    Auf keinen Fall mehr Zwischenmahlzeiten essen. Meine Gedanken sind in der noch nicht existierenden Zukunft, in der ich alles besser mache. Und dann am Ende endlich Erfolg habe und mich wohl fühle.

    Ich habe Angst den Gedanken loszulassen, weil ich denke er schützt mich davor, noch dicker zu werden. Wenn ich mich wohlfühlen würde in meinem Körper, in mir, dann hätte ich ja gar keinen Grund mehr abzunehmen und schöner auszusehen. Ich kann nicht sehen, dass dieser Gedanke widersinnig ist und mich genau ins Gegenteil führt. In Stress, Ablehnung, Verdammnis, Hoffnungslosigkeit. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich mich wohl gefühlt habe und bringe sie automatisch mit meinem damaligen Körpergewicht bzw. Aussehen in Verbindung. Wohl fühlen gibt es nur in der Vergangenheit oder der Zukunft aber nicht jetzt, wenn ich den Gedanken “ich fühle mich nicht wohl, weil…” glaube.

    Wenn ich den Gedanken glaube ist es mir unmöglich mit mir selbst Verbindung aufzunehmen, den Moment wahrzunehmen, den Stuhle auf dem ich sitze. Meinen Atem. Meinen Körper. Einfach nur wahrzunehmen, ohne Urteil. Es ist mir unmöglich für mich dankbar zu sein, dafür, dass ich genug zu essen habe, dass ich mich bewegen kann, dass ich mich fühlen kann. Es ist mir unmöglich nicht neidisch zu sein auf andere, die den von mir so begehrten Zustand scheinbar erreicht haben. Es ist mir unmöglich, einfach nur bei mir zu sein.

  4. Wer wärest du ohne den Gedanken?

    Ohne den Gedanken nehme ich mich plötzlich wahr, nehme ich Verbindung auf mit meinem Körper. Ich bin im Hier und Jetzt, im Kontakt mit mir. Ich nehme wahr, dass es nur das “ich” von mir gibt, das ich jetzt habe. Nicht das aus der erinnerten Vergangenheit und nicht das aus der vorgestellten Zukunft.

    Ich bemerke, wie ich freundlicher mit meinem Körper bin, dankbarer. Wie ich mich darüber freue, dass wir miteinander verbunden sind. Wie treu er mir dient obwohl ich ihn so unter Druck setze. Ich fühle tiefe Dankbarkeit und Liebe zu meinem Körper und mir selbst, je länger ich darin sitze und mich ohne den Gedanken “Ich fühle mich nicht wohl, weil ich ….” betrachte. Ich bekomme Lust spazieren zu gehen, zu atmen, zu duschen oder zu baden. Mir etwas Gutes zu tun. Wenn ich ohne den Gedanken bin, spielt Essen und das was ich esse nicht so eine große Rolle. Ich esse oder ich esse nicht. Fertig. Ich habe keine Angst mehr vor der Zukunft. Ich bin im Moment und ich fühle mich tatsächlich wohl. Zufrieden. Es ist was ist. Und es ist ok. Ich komme klar damit. Ohne den Gedanken habe ich keine überzogenen Vorstellungen mehr von mir, vergleiche mich nicht mit anderen sondern nehme wahr, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat (auch die von mir so bewunderten Menschen). Und das ich gar nicht mit ihnen tauschen möchte (selbst wenn ich es könnte). Ohne den Gedanken finde ich mich ok. Wohltuend, realistisch ok.

Kehre den Gedanken um.

Umkehrung 1: Ich bin zu dick, weil ich mich nicht wohl fühle.

Puh. Ja das könnte tatsächlich wahrer sein als mein Ursprungsgedanke. Sogar auf verschiedenen Ebenen. Ich bin dick (das heißt ich habe Übergewicht) weil ich mehr esse, wenn ich mich nicht wohl fühle.

Oder auch: Ich bin dick ( in meiner Vorstellung bin ich dicker als ich in Realität bin) weil ich mich so stark darauf fokussiere wenn ich mich nicht wohl fühle. Ich nehme mich also als dicker wahr, wenn ich mich nicht wohl fühle (anscheinend ist nicht nur Zeit relativ, mit dem Dick sein, scheint es sich ebenso zu verhalten…)

Das Wort “zu” in “zu dick” ist interessant. Dick scheint gar nicht das größte Problem zu sein. Eher das “zu” dick. Da wird die Relativität des Ganzen nochmal sehr deutlich für mich.

Umkehrung 2: Ich fühle mich wohl, weil ich zu dick bin.

Diese Umkehrung bereitet mir Schwierigkeiten. Wie kann das Gegenteil von dem wahr sein, was ich ursprünglich glaube? Wie kann ich mich genau damit wohlfühlen, was ich ablehne und worunter ich leide?

Ich sitze etwas mit dieser Umkehrung…

Etwas fällt mir jetzt doch ein. Der Gedanke ist mir sehr vertraut, ich kenne ihn, teile ihn mit vielen Menschen. Die Zuverlässigkeit, mit der er wieder kommt (obwohl ich ihn überwunden glaubte), ist interessant. Ich mag den Gedanken zwar nicht, merke aber, dass die Gewohnheit doch einen gewissen Wohlfühlcharakter hat. Einfach, weil ich mich auskenne, es ist vertraut, die Umgebung kenne ich, da war ich schon. Selbst wenn sie mir nicht gefällt. Ich kenne mich irgendwie aus. Zusätzlich verbindet er mich mit Menschen, die ihn auch kennen.

Ich fühle mich wohl, weil ich zu dick bin. Den Gedanken zu denken gibt mir eine Art Freibrief. Mich einfach wohl zu fühlen. Weil ich jetzt bin wie ich bin. Weil ich mich, wenn ich in diesem Moment bin, nicht gedanklich in der Vergangenheit oder Zukunft herumschwirre, tatsächlich wohl fühle. Und was hat das “zu dick” sein damit zu tun? Ohne die Überprüfung wäre ich nicht hier gelandet. Im Moment. Es gibt da also doch einen kausalen Zusammenhang.

Ich fühle mich wohl, weil ich zu dick bin. Wenn ich sehr tief in meine Motive und versteckten Winkel schaue und sehr ehrlich vor mir selbst bin, stelle ich fest, dass ich mich mit dem Zustand “zu dick” zu sein, wohl fühle. Weil ich gar nicht vorhabe, etwas zu ändern. Wenn ich es wirklich wollte, würde ich es einfach ändern. Das tue ich aber nicht. Also scheint es für mich ok zu sein. Mein schlechtes Gewissen, in Form des nicht wohl Fühlens, ist wie eine Entschuldigung dafür. Ich bin zu dick aber ich habe wenigstens ein schlechtes Gewissen deshalb.

Ich fühle mich wohl, weil ich durch das Essen (dicker werden etc.) Gefühle unterdrücken kann, die mir zu unangenehm sind. Gefühle, die auf Gedanken beruhen, die ich mal überprüfen könnte. Dabei sind es nur Gefühle. Ich werde ausprobieren, wie es ist, sie einfach zu fühlen.

Mir fällt nach dieser Überprüfung auf, wie widersinnig der Kausalzusammenhang zwischen Dick sein und wohlfühlen ist. Ich kenne Menschen, die sind nicht dick, fühlen sich aber auch immer mal wieder nicht wohl. Ich kenne auch Tage bei mir, an denen es plötzlich total anders ist. Das heißt, eben habe ich mich deshalb noch unwohl gefühlt und dann werde ich durch irgendwas schönes abgelenkt und es ist ganz anders. Ich erinnere mich selbst daran, dass die Überprüfung der Gedanken nicht dazu da ist, bestimmte Verhaltensweisen loszuwerden, oder Umstände zu ändern, die ich an mir oder anderen nicht mag. The Work führt mich dahin, das ganze Bild zu sehen. Eine größere Wahrheit, als die, die sich mir zeigt, wenn ich einen Gedanken glaube.

Mir geht es tatsächlich besser durch diesen Prozess. Wie geht es dir? Du kannst mir gerne in den Kommentaren schreiben oder mich für ein persönliches Coaching buchen.

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