Achtsamkeit - Der Morgenspaziergang

Achtsamkeit (englisch mindfulness) bezeichnet einen Zustand von Geistesgegenwart, in dem ein Mensch hellwach die gegenwärtige Verfasstheit seiner direkten Umwelt, seines Körpers und seines Gemüts erfährt, ohne von Gedankenströmen, Erinnerungen, Phantasien oder starken Emotionen abgelenkt zu sein, ohne darüber nachzudenken oder diese Wahrnehmungen zu bewerten. (Quelle: Wikipedia)

Die positive und gesundheitsfördernde Wirkung einer regelmäßigen Achtsamkeitspraxis ist inzwischen vielfach belegt. Eine einfache Möglichkeit mehr Achtsamkeit in den Alltag zu bringen ist der Morgenspaziergang von Byron Katie. Du musst dafür nicht unbedingt das Haus verlassen, es ist möglich ihn am Fenster sitzend zu machen oder sogar krank im Bett liegend. Es geht um das Wahrnehmen.

Es ist hilfreich, sich den Text jedesmal vor dem Spaziergang vorzulesen oder vorlesen zu lassen.


Der Morgenspaziergang

Dies ist eine Übung in Stille.

Gehe in Stille.

Während du gehst, betrachte alles, was du siehst, so, als hätte es keinen Namen.

Während du gehst, beginne das Ding zu benennen, auf dem deine Augen ruhen, so als wärst du Gott, der den Dingen zum allerersten Mal einen Namen gibt.

Benutze nur Namen der "ersten Generation". Zum Beispiel: Himmel, Insekt, Baum, Beton, Schuh, Frau...

Wenn du bemerkst, dass sich die Gedanken eine Generation weiter weg bewegen (z.B. "wunderbarer Morgen" oder "was für ein schöner Baum!"): Bemerke das, halte behutsam inne, sei still.

Kehre zurück zu einfachen, unkomplizierten Einwort-Namen der ersten Generation: Boden, Himmel, Frau...

Der Morgenspaziergang ist Meditation.

Es geht um das Wahrnehmen.

Es ist eine Übung in Stille.

© 2013 Byron Katie International. Inc.


Beim Surfen im Internet bin ich außerdem bei diesem Ted Talk gelandet, den ich zum Thema auch sehr empfehlen kann. Wer mehr möchte, dem sei auch dieser Vortrag empfohlen.

Die Sprecherin ist eine ehemalige Journalistin, nun buddhistische Nonne, die von Thich Nhat Hanh ordiniert wurde. Bevor sie ins Kloster eintrat, studierte sie an der Cambridge University und arbeitete als Journalistin für BBC News in London. Sie ist Mitbegründerin vom International Wake Up Movement, einer Gemeinschaft junger Meditierender, die neue Wege finden, um Achtsamkeit und engagierten Buddhismus zu kombinieren.

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Außer Rand und Band: Ich schaffe das nicht.