Ein neues Jahr
Welche Gedanken verbindest du mit einem neuen Jahr?
Erwartungen, Ängste, Befürchtungen, Hoffnungen. Welche sind es genau? Für das Jahr 2020. Wie alt wirst du in diesem Jahr werden? Macht dir das zu schaffen? Freust du dich auf ein besonderes Ereignis? Ein Jubiläum, eine Familienfeier, vielleicht dein anstehender Ruhestand? Welche stressvollen Urteile und Gedanken verbindest du damit?
Schreibe eine Liste.
Du kannst dich auf das neue Jahr vorbereiten, indem du einige der Gedanken auf der Liste mit den Fragen von The Work überprüfst, sie anschließend umkehrst und für jede Umkehrung mindestens 3 echte Beispiele findest.
Zum Beispiel:
Meine Tochter zieht von zuhause aus.
Ist das wahr? Ja
Kann ich absolut sicher wissen, dass das wahr ist? Ja
Wie reagiere ich und was passiert, wenn ich den Gedanken glaube? Ich mache mir Sorgen, frage mich, wie es wohl ohne sie zuhause sein wird. Ich frage mich, wie die Beziehung zu meinem Mann sich verändern wird, zu meinem Sohn, der noch zuhause lebt. Ich bin unsicher, denke an die Finanzierung, ob sie es schafft oder wir sie unterstützen müssen. Ich bin angespannt, will eine gute Mutter sein und loslassen.
Wer oder was wäre ich ohne den Gedanken? Ich würde jeden Moment so nehmen, wie er kommt. Ich würde mir keine Gedanken über ihren Auszug machen. Wenn er käme, dann käme er. Er würde mich vorher und nachher nicht besonders beschäftigen. Ich wäre entspannt. Fröhlich. Neugierig.
Die Umkehrungen:
Meine Tochter zieht nicht von Zuhause aus. Es ist jetzt noch nicht soweit. Ich denke zwar darüber nach, aber der Vorgang des Ausziehens findet in diesem Moment nicht statt.
Ich ziehe von Zuhause aus. Ich ziehe aus meinem gegenwärtigen und realen Zuhause aus, indem ich in meinem Kopf ein anderes (virtuelles) Zuhause (ohne sie) kreiere.
Meine Tochter zieht Zuhause ein. Sie zieht in ihr Zuhause ein.